Pflanzliche Sterole als Testo-Booster

Viele Kraftsportler nehmen Präparate mit pflanzlichen Sterolen zu sich, in der Hoffnung, dass diese in körpereigenes Testosteron umgewandelt werden. Das sind Verbindungen wie Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Auszüge aus Yamswurzel oder Bockshornklee.

Die Umwandlung in Testosteron klappt aber nicht. Die Pflanzensterole liefern zwar das Sterol-Grundgerüst (daher stammt auch der Name "Steroide" für die Gruppe der echten und künstlichen Sexualhormone). Doch diese Hormonvorstufe wird vom Körper nicht zur Testosteronproduktion genutzt. Die Wirkung der Pflanzensterole ist eher eine gegenteilige – sie beeinflussen die Östrogenproduktion. Da Östrogene die Antagonisten (Gegenspieler) des Testosterons sind, wird indirekt aber auch das männliche Sexualhormon beeinflußt

Pflanzliche Sterole können sowohl östrogensenkend als auch östrogensteigernd wirken. In geringer Dosis eingenommen, binden sie sich an den Östrogenrezeptor und verdrängen dort das körpereigene Östradiol, was zu einer verminderten Östrogenwirkung führt. Auf diese Weise wird die hemmende Wirkung des Östrogens auf die Produktion von luteinisierendem Hormon verringert, was zu einer vermehrten Testosteronproduktion führt.

Diese Wirkung einer schwachen Dosis pflanzlicher Sterole entspricht der von bekannten synthetischen Antiöstrogenen wie Clomid oder Nolvadex. Mehr ist hier aber nicht besser: Höhere Dosierungen von pflanzlichen Sterolen üben nämlich einen gegensätzlichen Effekt aus, indem sie die Östrogenwirkung im Körper verstärken und die Testosteronproduktion vermindern.

Viel mehr Informationen über leistungssteigernde Substanzen finden Sie im Buch „Die Steroid Alternative“ von (Hg.) Klaus Arndt.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel