Superfood? Genau hinschauen: Spinat

 

Ist Spinat wirklich so gut?

Spinat enthält als grünes Blattgemüse viel Folsäure (145 mcg in 100g Spinat) und weitere Vitamine, sowie Mineralien wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Dieses Gemüse gilt als sehr gesund, doch was ist der große Nachteil von Spinat?

Spinat enthält auch sehr viel Oxalsäure, welche diese Mineralien bindet; im Körper kommt davon also nicht viel an. Mit (je nach Quelle) 442-1287mg Oxalsäure pro 100g ist Spinat eines der Lebensmittel, die am meisten Oxalsäure enthalten.

Spinat ergänzt eine gesunde Ernährung, sollte aber wegen der Oxalsäure-Problematik nicht so häufig verzehrt werden.

Ein hoher Verzehr von oxalsäurereichen Lebensmitteln kann nicht nur über die Bildung von Calciumoxalat zu Nierensteinen führen, sondern vor allem die Versorgung mit Calcium, Eisen und Magnesium stören! Eine Unterversorgung mit Calcium führt zu Problemen bei der Knochendichte und kann Osteoporose (Knochenentkalkung) auslösen. Eine niedrige Eisenaufnahme kann zur Blutarmut (Anämie) und zu Schwäche führen. Magnesium ist bei über 300 Enzymfunktionen im Körper beteiligt, ein Mangel führt zunächst vermehrt zu Krämpfen in den Waden und Füssen. Ein andauernder Magnesiummangel führt zu Störungen im Nervensystem, Knochenaufbau sowie der Einweißsynthese.

Ehe man bei einem Mangel an diesen Mineralien gleich an eine Nahrungsergänzung denkt, sollte zunächst die Ernährung geprüft werden, ob vielleicht zu viel Oxalsäure aufgenommen wird. Besonders betroffen sind hier Veganer und Vegetarier, die mit pflanzlichen Lebensmitteln satt werden müssen und so zwangsläufig mehr Oxalsäure aufnehmen als der Mischköstler.

 

 

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