Steroide (Dr. Judd Biasiotto, Stefan Korte, Klaus Arndt)

Steroide (Dr. Judd Biasiotto, Stefan Korte, Klaus Arndt)
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  • 978-3929002201
  • 118 Seiten
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"Steroide (Dr. Judd Biasiotto, Stefan Korte, Klaus Arndt)"

 

Steroide im Kraftsport

Bodybuilding-und Kraftsportstars geben ihre Geheimnisse preis: Schockierende Berichte über unvorstellbare Dosierungen und Kombinationen von Wachstumshormon, IGF-1 und Steroiden. Dieses Buch zeigt, wie die Bodybuilding-Profis Steroide wirklich einsetzen. Internationale Champions erzählen in eigenen Worten, wie sie Hormone und andere Medikamente zum Masseaufbau und in der Wettkampfvorbereitung anwenden. Erfahren Sie aus erster Hand, welche Steroide und Kombinationen bei ihnen am besten gewirkt haben und welche Medikamente nicht mehr verwendet werden. Sie erfahren zudem anschaulich, welche Nebenwirkungen einige dieser Champions in Kauf genommen haben! Trotz Dopingtests sind anabole Steroide noch immer das „Frühstück der Champions“.

Fakt ist: Steroide und Bodybuilding sind schon lange untrennbar verbunden. Nach ersten freimütigen Bekenntnissen in den Fünfziger und Sechziger Jahren ist das Thema heute vielen Sportstars zu heiß. Wer redet, riskiert nicht nur seinen guten Ruf, sondern auch die Aberkennung seiner Titel und Medaillen. Larry Scott, Mr. Universe 1966, hatte seinerzeit noch auf der Wettkampfbühne offen zugegeben, anabole Steroide einzusetzen. Auf die Frage „Sagen Sie uns ehrlich, haben Sie schon Steroide genommen?“ antwortete er frei heraus: „Sicher. Macht das nicht jeder? Das ist heute normaler Bestandteil des Bodybuildings in den Staaten...“ (vgl. Wayne, Rick: Muscle Wars, St. Martins's Press, New York 1985).

„Um den westlichen Athleten ein besseres Abschneiden bei Wettkämpfen gegen die Sowjets zu ermöglichen, die Testosteron einsetzten, und um die Nebenwirkungen des Testosterons abzuschwächen – Akne, Haarausfall, Prostatavergrößerung und Hodenschrumpfung, half Dr. Ziegler der Pharmafirma CIBA [im Jahr 1956] bei der Entwicklung von Dianabol, generisch Methandrostenolon. Dianabol, in Fitness-Studios als D-Bol bekannt, war die amerikanische Antwort auf normales Testosteron...“ (Voy, Robert: Drugs, Sports And Politics, Leisure Press, Champaign IL 1991, S. 9)

„Viele Sportler, die Medikamente mißbrauchen, haben das zur Perfektion getrieben. Diejenigen, die zum Beispiel anabole Steroide einsetzen, verbringen teilweise Stunden damit, die maximale Dosierung herauszufinden. Von der praktischen Seite her gesehen wissen viele Dopingsünder mehr über diese Medikamente als die besten Ärzte unserer Nation...“ (Isetts, Brian: Preparing Community Educational Presentations on Ergogenic Drug Use, in: American Journal Of Hospital Pharmacy 46/1989, S. 2029)

„Solange dem Sieg so viel Bedeutung beigemessen wird ... kann kein gesundheitliches oder rechtliches Risiko die ... Verwendung leistungssteigernder Medikamente stoppen...“ (Wright, James E.; Cowart, Virginia S.: Anabolic Steroids – Altered States, Benchmark Press, Carmel IN 1990, S. 184).

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Inhaltsverzeichnis "Steroide (Dr. Judd Biasiotto, Stefan Korte, Klaus Arndt)"

Novagenics-Verlag, 59755 Arnsberg:

 Steroide – Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Der Steroidvorteil im Leistungssport

2. Ein Rückblick auf Doping im Sport

3. „Dosierungen jenseits von Gut und Böse...“

4. „Roid rage gibt es wirklich“

5. „Ich war total durchgeknallt...“

6. „Ich setze nicht mehr ab...“

7. „Mit Steroiden wurde ich unschlagbar“

8. „Ohne Stoff geht gar nichts...“

9. „Ich wollte der Beste sein...“

10. „Stärker als die anderen...“

Leseprobe "Steroide (Dr. Judd Biasiotto, Stefan Korte, Klaus Arndt)"

Novagenics-Verlag, 59755 Arnsberg: 

Steroide – Leseprobe

In den letzten Jahren erreichten den Verlag immer wieder Anfragen zu anabolen Steroiden, bzw. deren Anwendung. Unsere Reaktion darauf ist stets die gleiche. Wir raten davon ab und verweisen auf unschädliche Alternativen. Damit liegen wir auf einer Linie mit Ärzten, Sportfunktionären und der öffentlichen Meinung zum Thema Steroide und Doping. Uns ist aber wohl bewußt, daß 99 Prozent der so beratenen Kunden/Athleten sich einen feuchten Kehricht scheren um unsere Meinung, ebenso wie um die Ansicht vorgenannter Gruppen. Sie nehmen trotzdem Steroide, egal, wieviel oder wie wenig sie darüber wissen.

Offensichtlich existiert in Sportlerkreisen ein sehr starkes Interesse an Steroiden, das mit dem gebetsmühlenhaft wiederholten Hinweis auf mögliche Schädigungen durch diese Medikamente nur höchst unzureichend befriedigt werden kann. Ein Nachlassen des Steroidgebrauchs durch Abschreckung ist ebenfalls nicht erkennbar. Was läuft also falsch? Warum reden Sportler, Ärzte und Sportfunktionäre aneinander vorbei?

Doping im Sport wird gemeinhin als unfair betrachtet, als Versuch, sich einen Vorteil zu verschaffen, den der sportliche Gegner nicht hat. Doping wird daher weltweit von Sportorganisationen und Regierungen bekämpft. Grundlage dafür ist ein Konsens über Ethik im Sport, der auf antiken Idealen beruht, die von Pierre de Coubertin, dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, wiederbelebt wurden. Er schrieb 1908: TDas Wichtigste bei den Olympischen Spielen ist nicht, zu gewinnen, sondern teilzunehmen; das Wichtigste im Leben ist nicht der Triumph, sondern der Einsatz dafür. Essentiell ist nicht, gesiegt zu haben, sondern gut gekämpft...” br> Fast ein Jahrhundert später hat sich die Einstellung zum Doping nicht geändert. Etwas moderner ausgedrückt, aber ebenso pathetisch, heißt es im Bericht der unabhängigen deutschen Dopingkommission (nach ihrem Vorsitzenden auch TReiter Kommission” genannt), vorgelegt im Bundesministerium des Inneren im Juni 1991, S. 6f: T...Die Wirkung des Spitzensportlers als Vorbild, die weit in den Breitensport und den Schulsport hineinreicht, erfordert auch ein ethisch moralisch einwandfreies Verhalten ... Die Anwendung von Dopingmitteln ist in allen Fällen unfair, weil die Chancengleichheit am Start willkürlich, ja sogar listig verzerrt wird ... Die Ehrfurcht und die Achtung vor dem Menschenbild von geschlechtsdifferenten Individuen aus Leib, Seele und Geist verlangen den Verzicht auf Doping...”

Eine verständliche Forderung, aber realistisch ist sie nicht. Dem wäre entgegenzuhalten, daß der unbedingte Wille zum Sieg, der den Spitzensportler auszeichnet, in seinen Augen jedes Mittel rechtfertigt. Gleichzeitig lasten auf ihm die hohen Erwartungen von Trainern, Politikern, der Öffentlichkeit und der Medien, die, stets auf der Suche nach neuen Sensationen, dem Sieger Öffentlichkeit verschaffen, nicht aber dem 4., 5. oder 6. eines Wettkampfes, mag er auch noch so Tgut gekämpft” haben, wie es bei de Coubertin heißt. Nicht zuletzt ist mit dem sportlichen auch der finanzielle Erfolg verknüpft; gut bezahlt werden aber nur die Sieger. Vor diesem Hintergrund gestaltet sich der Kampf gegen Doping wie der Fabel–Wettlauf zwischen Hase und Igel; trotz hohem finanziellen Einsatz der Dopingbekämpfer (bessere Kontrollen) und der Androhung drakonischer Strafen (bis hin zu mehrjähriger Sperre, die das Ende einer Sportkarriere bedeutet) gewinnen die gedopten Sportler am Ende doch. Für jede Kontrolle gibt es ein Schlupfloch. Und wer nicht erwischt wird, kann auch nicht bestraft werden.

Der Kampf gegen Doping im Spitzensport ist schon im Ansatz verloren. Er kann ebensowenig gewonnen werden, wie der amerikanische TWar on Drugs” (trotz hohen Aufwands haben nie zuvor mehr Drogen die USA erreicht als heute) oder der Kampf gegen Alkoholmißbrauch (wiederum liefern die Amerikaner ein trauriges Beispiel dafür mit der Einführung der Prohibition in den 30er Jahren. Noch nie wurde in den USA mehr getrunken als damals). Wo ein Wille ist, wird sich immer auch ein Weg finden. Auch ein trauriger Nebeneffekt dieser verlorenen TKämpfe” läßt sich auf das Thema Doping übertragen. Ebenso wie der TWar on Drugs” den Aufstieg der mächtigen Drogenkartelle in Südamerika förderte und die Prohibition das Entstehen der Mafia, so ist auch mit der Ächtung anaboler Steroide ein weltumspannender Schwarzmarkt entstanden, der verbrecherischen Organisationen ein lukratives Betätigungsfeld bietet. Verloren haben dabei nicht nur die Dopingbekämpfer, sondern auch die Sportler, die zur Beschaffung von Steroiden heute gezwungen sind, sich in ein kriminelles Umfeld zu begeben.

Doch selbst wenn man den Kampf gegen Doping im Spitzensport verloren gibt, so kann doch ein weit wichtigerer Kampf gewonnen werden: Der gegen Doping im Breitensport. Ohne Zweifel dienen Spitzensportler hier als Vorbild. Wenn es aber gelingt, dem Breitensportler die Konsequenzen von Megadosen anaboler Steroide aufzuzeigen, wenn man – ohne wenn und aber – aufklärt und deutlich macht, daß für den Sieg auf höchster Ebene ein hoher Preis gezahlt werden muß, dann werden hoffentlich viele ihre sportlichen Ziele noch einmal überprüfen und zu dem Schluß kommen, daß sich der Einsatz von Steroiden nicht lohnt. Und wenn in anderen Fällen nur erreicht wird, daß der betroffene Sportler verantwortungsvoller mit diesen starken Medikamenten umgeht, kleinere Dosierungen wählt und vielleicht die Betreuung eines Arztes sucht, um das Gesundheitsrisiko so gering wie möglich zu halten, dann wäre auch das als Erfolg zu verbuchen.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre die Entkriminalisierung von anabolen Steroiden. Wer qualitativ hochwertige Steroide auf Rezept kaufen kann, ist nicht auf dubiose Schwarzmarktpräparate angewiesen. Wenn ein Sportler, der unbedingt Steroide einnehmen will, seinen Hausarzt um Rat fragt und von ihm mit begleitenden Bluttests unterstützt wird, dann ist die Gesundheit dieses Sportlers weniger gefährdet; ein zusätzliches Einkommen für den Arzt, die Pharmaindustrie und für den Staat (in Form von Steuern) wäre ein willkommener Nebeneffekt. Gleichzeitig wird der Schwarzmarkt empfindlich getroffen.

Eine Entkriminalisierung von Steroiden wäre auch anderweitig von Nutzen: Ohne Stigma könnte sich die Forschung wieder dieser potenten Medikamente annehmen, die in therapeutischen Dosierungen, bei denen nur selten Nebenwirkungen auftreten (Sportler nehmen nicht selten das 50 bis 100fache davon ein) auf vielen Feldern eingesetzt werden könnten: Bei Knochenbrüchen, Brandverletzungen und Operationen im Krankenhaus (Verletzungen heilen bei Steroidgabe viel schneller), zur Rettung von stark Unter– oder Mangelernährten in den Hungergebieten der Welt (die Gabe von Steroiden führt umgehend zu einer Gewichtszunahme und einer Verbesserung des Gesundheitszustandes) und zur Behandlung von Krankheiten, auf die die Medizin noch keine abschließende Antwort gefunden hat, etwa bei Aidskranken. Steroide erhöhen deutlich deren Lebenserwartung und Lebensqualität; allerdings müssen sich viele Aidskranke in den USA Steroide auf dem Schwarzmarkt beschaffen, da diese Medikamente in eine Klasse mit Opiaten und illegalen Drogen fallen.

Für die legale Einstufung von Steroiden ist der Gesetzgeber zuständig; die Autoren können mit dem vorliegenden Buch nur der Aufklärung dienen. Es beginnt mit einem kurzen Überblick über die Vorteile, die anabole Steroide dem Sportler verschaffen. Jeder Sportler, egal ob aus den Kraftdisziplinen oder der Leichtathletik, ein Segler ebenso wie ein Schwimmer, ein Radfahrer ebenso wie ein Basketball– oder Fußballspieler kann von der Einnahme anaboler Steroide enorm profitieren. Wer wollte es ihm verdenken, den Einsatz dieser Medikamente zumindest in Erwägung zu ziehen, wenn er mit einem erfolgreichen Wettkampf Ruhm und Geld gewinnen kann?

Daran schließt sich ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Dopings an. Wer erfährt, daß bereits im alten Rom die Olympischen Spiele wegen Doping und der daraus resultierenden TChancenungleichheit” zeitweise ausgesetzt wurden, der wird vielleicht einsehen, daß auch 2000 Jahre später noch eine weite Kluft zwischen dem Anspruch der Dopingbekämpfer und der (sportlichen) Wirklichkeit besteht. Wenn die Eindämmung des Dopings schon damals nicht funktioniert hat, welche Chancen können sich die Dopingbekämpfer dann heute wohl ausrechnen?

Die Kapitel 3 bis 10 beinhalten Interviews mit Spitzensportlern. Mit zwei Ausnahmen (der Weltklassesprinter und der Footballer) kommen alle aus dem Kraftsport. Das bedeutet nicht, daß in anderen Disziplinen keine Steroide eingesetzt werden. Die Autoren wollen keinesfalls den Kraftsport an den Pranger gestellt wissen. Um die Beweggründe für den Einsatz von Steroiden im Spitzensport darzustellen, würde sich ein Fußballspieler ebenso gut eignen wie ein Bodybuilder. Ohne eine Grundbedingung hätte dieses Buch allerdings nicht enstehen können. Alle interviewten Sportler haben sich strikte Anonymität ausgebeten. Im Hinblick auf die legalen und gesellschaftlichen Konsequenzen einer Identifizierung wird der geneigte Leser das hoffentlich verstehen. Ohne Zweifel würden die Medien jeden Sportler kreuzigen, der offen über seinen Steroidgebrauch spricht. Wir haben mit allen interviewten Sportlern vereinbart, bis auf die Druckfahnen sämtliche Unterlagen und Dateien bis zur Drucklegung dieses Buches zu vernichten. Das ist auch so geschehen.

In allen Interviews wurde nach Möglichkeit jeweils der exakte Steroidplan des betreffenden Sportlers erwähnt. Natürlich wird das Sportärzten und Sportfunktionären mißfallen. Doch die Autoren sind der Meinung, daß nur rückhaltlose Aufklärung zu einer Lösung des Steroidproblems im Sport beitragen kann. Schon 1990 schrieben Tricker und Cook: T...es ist wichtig, die Sportler so umfassend wie möglich aufzuklären über die Medikamente, die heute im Sport Verwendung finden. So sind sie besser in der Lage, verantwortungsvolle und gesundheitsunschädliche Entscheidungen zu treffen. Als Konsequenz müssen diese Entscheidungen auf den besten Informationen basieren, die wir zur Verfügung stellen können...”

Es soll aber an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, daß wir ausdrücklich von einer Anwendung der geschilderten Steroidprogramme abraten. Dem in dieser Hinsicht interessierten Sportler geben wir zu bedenken, daß sich unserer Meinung nach alle interviewten Sportler einer ausgeprägten, vermutlich genetisch bedingten, Toleranz gegenüber anabolen Steroiden erfreuen. Ihre Dosierungen können bei jedem anderen sehr ernste Gesundheitsschäden verursachen. Abgesehen davon ist die Frage von Spätschäden noch immer offen.

Wieviele dieser Sportler in den nächsten Jahren mit durch jahrelangen Steroidgebrauch ausgelösten Herzinfarkten oder Krebs zu kämpfen haben, ist jetzt noch nicht abzusehen. Megadosen anaboler Steroide sind Gift für den Körper. Wer Steroide in einem Mehrfachen der therapeutischen Dosis – der Dosis, die auf dem Beipackzettel angegeben ist – sowie ohne ärztliche Begleituntersuchungen einsetzt, geht ein schwer kalkulierbares Risiko ein. Wer sich für unverwundbar hält und jahrelang Megadosen anaboler Steroide einsetzt, darf nicht vergessen, daß er Gefahr läuft, daß die Goldmedaille vielleicht nur noch seinen Grabstein dekoriert. Ebenso wie bei allen anderen Medikamenten gilt auch für anabole Steroide: Die Dosis macht das Gift.

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