Fehlernährt – ernährungsbedingte Schäden an Immunsystem und Gesundheit vermeiden (Klaus Arndt)

Fehlernährt – ernährungsbedingte Schäden an Immunsystem und Gesundheit vermeiden (Klaus Arndt)
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  • 978-3-929002-64-7
  • 262 Seiten (im Format A5), mit 35 Exkursen, 18 Tabellen und 6 Abbildungen.
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"Fehlernährt – ernährungsbedingte Schäden an Immunsystem und Gesundheit vermeiden (Klaus Arndt)"

 

Das Buch wird gerade gedruckt; das Eintreffen der 1. Auflage ist uns für den 26. November 2021 avisiert. Vorbestellungen werden dann sofort ausgeliefert.

Was steckt wirklich in den vielen Nahrungsmitteln, die die Regale im Supermarkt füllen? Die Wissenschaft hat für die moderne Ernährung mittlerweile eine eigene Bezeichnung geprägt: Western Diet (westliche Ernährung). Denn es hat sich herausgestellt, dass industriell verarbeitete Nahrungsmittel den Menschen krank machen.

Die immer wieder in den Medien berichteten Lebensmittelskandale wegen fragwürdiger Zusatzstoffe oder überschrittener Grenzwerte bei Pflanzenschutzmitteln sind nur ein Teil des Problems. Die westliche Ernährung an sich – ohne Zusatzstoffe und Verunreinigungen – ist bereits ausgesprochen gesundheitsschädlich. Wesentliche Bestandteile dieser Ernährung verändern den Stoffwechsel des Menschen so grundlegend, dass Übergewicht und ernste Gesundheitsschäden die Folge sind: Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zum Infarkt bzw. Schlaganfall, Lebererkrankungen, Demenz und Krebs.

Darüber hinaus schwächt die westliche Ernährung das Immunsystem, sodass sich vermehrt Autoimmunkrankheiten einstellen und die körpereigene Abwehr gegen Allergien und Infekte weitgehend ausgeschaltet ist.

Der Autor untersucht auf Grundlage von mehr als 300 wissenschaftlichen Studien, warum das so ist und zeigt Wege auf, wie man sich am besten schützen kann. Die Auswirkungen der westlichen Ernährung auf das Mikrobiom im Darm werden ebenso erklärt, wie die Gefahren durch neue Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Soja und die erschreckenden Auswirkungen bestimmter Fette in der Ernährung (darunter auch die „guten“ Omega-3-Fettsäuren). Dabei wird klar, dass viele aktuelle Ratschläge zur gesunden Ernährung das Problem verschlimmern, statt es zu bessern.

Als Alternative wird die Rückkehr zu einer traditionellen Ernährung empfohlen. Ausführlich wird begründet, wie sich damit optimale Cholesterinwerte und ein guter Schutz vor Herzkrankheiten ergeben, sowie vor Leber- bzw. Demenzerkrankungen und Krebserkrankungen. Das Immunsystem und die Widerstandskraft gegen Infektionen und Gifte lassen sich damit ebenfalls deutlich stärken.

Wie alle Novagenics-Titel ist auch dieses Buch für die praxisgerechte Umsetzung der enthaltenen Informationen angelegt: Es enthält viele Exkurse mit erklärenden Hinweisen sowie Tabellen mit empfehlenswerten und zu meidenden Lebensmitteln. Darüber hinaus liefert es viele nützliche Tipps, wie eine gesunde, immunstärkende Ernährung beschaffen sein muss.

 

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Inhaltsverzeichnis "Fehlernährt – ernährungsbedingte Schäden an Immunsystem und Gesundheit vermeiden (Klaus Arndt)"

 

 

1. Krank durch die moderne Ernährung?       13

 

2. Rückblick in die Ernährungsgeschichte       23

 

3.  Ernährung heute: Die Western Diet       41

 

4.  Fette in der Western Diet       59

 

5.  Gesundheitsschäden durch Linolsäure       93

 

6.  Mehrfach ungesättigte Fettsäuren – die verkehrte Realität       117

 

7.  Kohlenhydrate in der Western Diet       151

 

8.  Pflanzliche Nahrungsmittel       169

 

9.  Weitere Problemfelder der Western Diet       203

 

 

Leseprobe "Fehlernährt – ernährungsbedingte Schäden an Immunsystem und Gesundheit vermeiden (Klaus Arndt)"

 

 

6.5.1 Gesättigte Fettsäuren schützen die Leber

Die Leber als wichtiges Steuer- und Regelorgan sendet keine Schmerzsignale aus, wenn ihre Funktion angegriffen wird. Eine Infektion mit Krankheitserregern, die bekanntesten darunter Hepatitisviren, wird in der Regel zügig bemerkt, da sie zu einer Gelbfärbung der Augen, später auch der Haut, der sog. Gelbsucht führt. So kann frühzeitig eine Behandlung eingeleitet werden.

Eine langfristige Schädigung durch Gifte wie z.B. Alkohol oder eine zu hohe Kalorienzufuhr wird dagegen lange nicht bemerkt. Beides führt zur Einlagerung von Fettsäuren in den Leberzellen, die dadurch zunehmend stärker in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Am Ende dieser Schädigung steht eine Leberzirrhose: Stark geschädigte Bereiche der Leber vernarben und scheiden damit endgültig als funktionsfähige Teile aus. Auf diese Weise wird die Lebertätigkeit immer weiter eingeschränkt, womit zunehmend mehr Beschwerden einhergehen.

Bei genauer Betrachtung ergibt sich wiederum, dass die falschen Ernährungsempfehlungen der vergangenen Jahrzehnte auch das Problem der Lebererkrankungen verschlimmert haben: Die verteufelten gesättigten Fettsäuren üben nämlich eine starke Schutzwirkung gegen Leberschäden aus, die durch Gifte verursacht werden, während die hochgelobten mehrfach ungesättigten Fettsäuren das Krankheitsbild verschlimmern.

Im Tierversuch ergab sich, dass gesättigte Fettsäuren in Form von Rindertalg und Mittelkettigen Triglyzeriden (MCT) das Krankheitsbild von durch Alkohol ausgelösten Leberschäden deutlich bessern: Bei einem Tierversuch erhielten Ratten eine Ernährung mit 45%igen Fettanteil in Form von Maiskeimöl (das enthält ca. 50% der zweifach ungesättigten Linolsäure); durch gleichzeitige Gabe von Alkohol wurde eine Leberschädigung ausgelöst. Wurde das Maiskeimöl durch gesättigte Fettsäuren ersetzt, kam es mit steigender Zufuhr (bis zu 30% am Gesamtfettanteil) zu immer ausgeprägteren Verbesserungen: Alle Anzeichen der Leberschädigung besserten sich, der oxidative Stress der Leberzellen und die die Leberverfettung (Steatose) nahmen ab. [137]

Der gleiche Effekt zeigte sich bei Ratten mit einer Leberschädigung, die keinen Alkohol erhielten. Bei einem Gesamtfettanteil der Ernährung von 70% (entweder allein als hoch ungesättigtes Maiskeimöl oder Maiskeimöl in Verbindung mit gesättigten Fettsäuren aus Rindertalg und MCTs) kam es zu den gleichen Verbesserungen des Leberstoffwechsels, je höher der Anteil der gesättigten Fettsäuren ausfiel. Vor allem der bessere Schutz der Zellmembranen gegen freie Radikale, sowie eine verbesserte Funktion der Mitochondrien stachen hervor und die Steatose nahm immer mehr ab – die krankhaften Fetteinlagerungen in der Leber wurden also verstärkt abgebaut. [138]

Beide Versuche zeigen deutlich, dass die unstabile Linolsäure neben den Störungen des Fettstoffwechsels in der Leber zu starken Oxidationsschäden an diesem Organ (in den Zellmembranen, Mitochondrien etc.) führt. Je höher der Anteil an stabilen gesättigten Fettsäuren und je niedriger der Anteil an Linolsäure in der Ernährung, desto geringer fallen die Schäden aus und die Leber heilt „von allein“.

Eine Untersuchung aus dem Jahre 2001 ergab eine noch stärkere Schutzwirkung gesättigter Fettsäuren gegen alkoholbedingte Lebererkrankungen, wenn mehrfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem Linolsäure, aber auch die sog. Fischöle EPA und DHA) aus der Ernährung verbannt wurden.

Bei Ratten, die entweder Palmöl (enthält 50% gesättigte Palmitinsäure und 40% der einfach ungesättigten Ölsäure) oder Mittelkettige Trigylceride (MCT) erhielten, kam es zu einer Umkehr (!) der alkoholbedingten Leberschäden: Obwohl die Versuchstiere weiter die gleiche Menge Alkohol erhielten, die zuvor zur Leberschädigung geführt hatte, verschwanden sowohl die Entzündungen als auch das krankhafte Bindegewebswachstum (Fibrosen) und das abgestorbene Gewebe (Nekrosen) in der Leber! [140]

Die Heilwirkung gesättigter Fettsäuren auf eine geschädigte Leber fällt also umso größer aus, je höher ihr Anteil in der Ernährung ist. Die Verabreichung von Fischölen und Alkohol dagegen führte zur stärksten Entzündungsreaktion und den größten Leberschäden: Es ergaben sich die höchsten Anstiege an Endotoxin (Bakteriengift), der Fettsäurenoxidation sowie der Aktivierung von Entzündungsmarkern wie NF-kappaB und TNF-alpha. [140]

Ein weiterer Hinweis darauf, dass auch die „guten“ Fischöle in erhöhter Dosierung ausgesprochen negative Wirkungen zeigen! Hier ist in erster Linie die unstabile Natur der hoch ungesättigten Fischöle (DHA und EPA) für die Schäden verantwortlich: Beide oxidieren noch schneller, als die zweifach ungesättigte Linolsäure; daher fallen die Schäden an der Leber auch gravierender aus.

Gesättigte Fettsäuren schützen die Leber auch vor anderen Giften, wie z.B. Acetaminophen, dem Wirkstoff des Schmerzmittels Paracetamol. Olivenöl und Rindertalg milderten die Giftwirkung des Acetaminophens bei Ratten, während Maiskeimöl das Krankheitsbild verschlimmerte. [141] Somit zeigt sich, dass auch der Schutz der Leber gegen andere Gifte umso besser ausfällt, je höher der Anteil der gesättigten (und einfach ungesättigten) Fette in der Ernährung ist.

 Bei der Betrachtung des Problems darf aber nicht vergessen werden, dass ein krankhafter Fettaufbau in der Leber auch durch eine kohlenhydratreiche Ernährung erfolgen kann (siehe dazu unter 7.5.3).

 

137  Ronis, MJJ; Korourian S, Zipperman M, et al: Dietary saturated fat reduces alcoholic hepatotoxicity in rats by altering fatty acid metabolism and membrane composition. J Nutr. 2004 Apr;134(4): S. 904-912.

138  Ronis MJJ, Baumgardner JN, Sharma N, et al: Medium chain triglycerides dose-dependently prevent liver pathology in a rat model of non-alcoholic fatty liver disease. Exp Biol Med (Maywood). 2013 Feb;238(2): S. 151-162.

139  Tierfette und -öle. In: Ebermann R, Elmadfa, I: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung, Seite 552. Springer Verlag, Wien 2008.

140  Nanji AA, Jokelainen K, Tipoe GL, et al: Dietary saturated fatty acids reverse inflammatory and fibrotic changes in rat liver despite continued ethanol administration. J Pharmacol Exp Ther. 2001 Nov;299(2): S. 638-644.

141  Hwang J, Chang YH, Park JH, et al: Dietary saturated and monounsaturated fats protect against acute acetaminophen hepatotoxicity by altering fatty acid composition of liver microsomal membrane in rats. Lipids Health Dis. 2011 Oct 20;10: S. 184.

       

 

 

 

 

 

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